Anthologie zum Städtebau

Vittorio Magnago Lampugnani, Katia Frey, Eliana Perotti (Hrsg.)

Anthologie zum Städtebau





Das Nachdenken über Städtebau, über seine Bedingungen, seine Konzepte, seine Strategien und seine Formen, ist seit jeher Bestandteil der Planung und Realisierung der Städte. Spätestens seit der Entstehung einer Theorie über die Ordnung des Gemeinwesens in der griechischen antiken Kultur wird auch über die bestmögliche architektonische Anlage der Stadt reflektiert. Diese Reflexionen verdichten sich besonders seit der Aufklärung zu Theorien, die grundsätzlich eine Verbesserung des jeweils zeitgenössischen städtebaulichen Status Quo anstreben und ihrerseits auf zeitlich folgende urbanistische Maßnahmen einwirken.
Die Anthologie zum Städtebau ist eine umfassende, kritische, kommentierte Sammlung von Quellentexten zur Theorie des Städtebaus in Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika vom 18. Jahrhundert bis heute. Diese zeitliche und räumliche Eingrenzung entspricht einer weitgehend in sich geschlossenen historischen Einheit, die von durchgängigen Traditionen und wechselseitigen Rezeptionen gekennzeichnet ist.
Kriterium der Textauswahl für die Anthologie zum Städtebau war, nicht nur die bekanntesten und schon oft publizierten Texte zu veröffentlichen, sondern auch diejenigen, die im Schatten geblieben sind, sofern in ihnen zum ersten Mal, und wenn nur in Ansätzen, Gedanken und Konzepte thesenartig zum Ausdruck gelangen. In den Selektionsprozess wurde nur publiziertes Material einbezogen, da auch eine rezeptionsgeschichtliche Entwicklung aufgezeigt werden soll. In allen drei Bänden werden die Kapitel durch einführende Texte in ihren kultur- und städtebaugeschichtlichen Kontext eingebettet und bieten somit einen themen- und problemorientierten Überblick über die Stadtbaugeschichte des entsprechenden Zeitlaufs.
Die Einteilung der Anthologie in einzelne Themenkomplexe erschließt nicht nur differenzierte Nutzungsmöglichkeiten für die wissenschaftliche Forschung zur Geschichte des Städtebaus, sondern macht die Anthologie selbst zu einem eigenen und eigenständigen historischen Projekt. Der Kommentar zu jedem Quellentext und dessen Autor bietet Informationen zu Biografie, Editionsgeschichte und Rezeptionsgeschichte; er ordnet Werk und Autor historisch und ideengeschichtlich ein und stellt seinen Beitrag zum Städtebau in einen größeren Kontext. Damit wird die Anthologie auch ein Beitrag zur aktuellen urbanistischen Diskussion und Praxis.


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Dr. Eliana Perotti